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Berufsbild Architekt


Auch in Zeiten weitgehender Spezialisierung ist die Architektur ein Berufsfeld geblieben, das umfassende Bildung und Ausbildung voraussetzt. Nur reicht die Spannweite des Architekten heute nicht mehr vom Kupferstecher bis zum Steinmetz, sondern von der Arbeit am PC bis hin zu ökologischen Aspekten. Das Ziel des Architekturstudiums ist die praxisnahe Ausbildung von Architekten/innen, die Planungsaufgaben im Bereich von Städtebau, Hochbau und Innenraum bewältigen, sie schrittweise als Entwurfs-, Detail- und Ausführungsplanung konkretisieren, um sie schließlich als Bauleiter verwirklichen zu können.

Der Umfang dieser Aufgaben, ständiger Zeitdruck und Kostenrahmen erfordern vom Architekten eine gewisse Leidenschaft und Leidensfähigkeit. Der Berufsalltag ist nicht immer in acht Stunden zu bewältigen (ganz abgesehen von den konjunkturellen Schwankungen, die alle Bauberufe sehr direkt betreffen). Die Spannweite der Fachgebiete und die zyklischen Belastungen beim Bewältigen von Übungsaufgaben machen schon das Architekturstudium zu einem nicht ganz einfachen Parcours, auf den man sich nur mit festem Willen und einer gewissen Begabung wagen sollte.

Aber gerade das ist auch die Faszination dieses Studiums und des Berufs, in dem durch Zeichnen und Entwerfen, Konstruieren und Berechnen, unsere analoge, begehbare Umwelt gestaltet wird. Architekten/innen sind Künstler oder Pragmatiker, sie sind einem Bauherrn oder der Gesellschaft verpflichtet, sie erfinden Städte, Häuser und Objekte, die lange dauern, schön und nützlich sein mögen.

(Prof. Cord Machens)
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